So trifft man Männer
- eine Leserin aus St. Goar
Seit ich Abteilungsleiterin in meiner Firma geworden bin, hatte ich keinen Mann mehr. Die Zeit erlaubt es mir einfach nicht. Oftmals bin ich schon um sechs Uhr morgens in der Firma und gehe selten vor acht Uhr abends nach Hause. Daneben habe ich auch noch meinen Haushalt, der zwar gelegentlich von einer Reinemachefrau sauber gehalten wird, aber wenn ich daneben noch einen Freund hätte, ich würde ausrasten.
Doch dummerweise habe ich eine sehr starke Libido. Ich liebe Sex über alles und immer wieder gerate ich in den Konflikt, meine Karriere einfach sausen zu lassen und mir einfach einen Kerl zu angeln.
Wenn mein inneres Ventil dann mal wieder kurz vorm Platzen ist, mache ich das, was viele Frauen auch machen. Sie bekommen eine Kaufwut und verprassen sinnlos das schwer verdiente Geld.
Doch im Gegensatz zu anderen Frauen, kaufe ich nicht irgend etwas, sondern gehe in den nächsten Sexshop und schlage dort voll zu. Wie gesagt, meine Geilheit kann ich kaum unter Kontrolle halten. Deshalb habe ich mir auch ein Arsenal an diversen Spielsachen zugelegt. Und da mir der nächste noch teurerer Dildo noch mehr Lust und Befriedigung verspricht, gehe ich selten aus den Laden ohne einen ganz großen Schein auf die Ladentheke gelegt zu haben.
Doch an diesem Samstag war schon am Morgen alles etwas anders. Ich wachte mit einem starken Kribbeln im Schritt auf. Ich verfluchte meinen Job und verfluchte, daß ich keinen Kerl hatte, der sich um das Problem kümmerte. Jedoch hatte ich an diesem Morgen keine Lust, selbst Hand anzulegen oder einer meiner Dildos zu bemühen. Ich sprang aus dem Bett, zog mich gleich an, ohne mich zu waschen oder zu frühstücken und stieg in mein Auto.
Beim Einkaufen gibt es ein Sprichwort: Gehe niemals mit leerem Magen einkaufen. Das kann man auch auf das Einkaufen in Sexshops anwenden, denn man sollte nie unbefriedigt einkaufen. Aber ich war so heiß, daß mir alles egal war. Ich ging in den Laden und steuerte direkt das Regal mit den teuren Dildos an. Von den meisten hatte ich schon ein Exemplar. Aber es gab auch ein paar Neue. Ich nahm den teuersten, packte ihn aus, hob meinen Rock und ließ ihn über meinen Schritt gleiten. Es war göttlich. Doch plötzlich wurde ich von hinten angestupst.
Erschrocken drehte ich mich um. Ich hatte total vergessen, daß ich ja nicht allein in dem Laden war. Vor mir stand ein Mann, etwa in meinem Alter, und lachte mich an. Er nahm meine Hand, in der ich noch den surrenden Vibrator hielt und nahm mir das Spielzeug aus der Hand. Er verpackte das Teil wieder, nahm mich an der Hand und zog mich mit in einer der Kabinen.
Es wurde der geilste Augenblick meines Lebens. Er war so ausdauernd und geschickt, daß ich alsbald meine Koloraturen hinaus schmetterte. Nach der ersten Befriedigung, stellte er sich als Peter vor. Er kannte mich, da er auch öfters in dem Laden war. Nur hatte ich ihn vorher nie bemerkt. Ich faßte kurz entschlossen den Entschluß, daß ich ihn mir als Sexsklave halten sollte. Er war einverstanden, auch wenn ihm der "Sklave" nicht so ganz gefiel. Aber seit über einem Jahr haben wir ein harmonisches Leben, ohne daß ich meine Karriere aufgeben mußte. Und wir kaufen noch immer geile Spielsachen ein, doch dann nur noch gemeinsam, um uns mit dem Neuen gegenseitig anzuheizen.